Wir sind Anwohner in Geesthacht und informieren ĂŒber die konkreten Auswirkungen fĂŒr unser Viertel â und fĂŒr die ganze Stadt.
Diese Seite richtet sich an alle Nachbarinnen und Nachbarn, die betroffen sein werden â auch wenn sie es noch nicht wissen.
Was bedeutet das fĂŒr mich? Auf dem Laufenden bleibenZahlen, die man kennen muss
Ein Hyperscale-Rechenzentrum mit 100 MW IT-Leistung ist keine gewöhnliche Gewerbeanlage. Die Dimensionen sind kaum vorstellbar â und die Folgen fĂŒr die Nachbarschaft konkret.
Niederfrequente GerĂ€usche der KĂŒhltĂŒrme durchdringen WĂ€nde und Fenster â rund um die Uhr. Phasenweise kommen Notstromaggregate (i.d.R. Dieselgeneratoren) mit ĂŒber 100 dB(A) hinzu.
Fast die gesamte erzeugte WĂ€rme wird lokal ausgestoĂen â genug, um 150.000 Wohnungen zu heizen. Das Mikroklima im Umfeld verĂ€ndert sich spĂŒrbar.
Studien zu vergleichbaren Anlagen mit dauerhafter LĂ€rmemission belegen Wertverluste von 5â20 % fĂŒr angrenzende Wohnimmobilien. Bei einem Wert von 600.000 ⏠entspricht das einem Verlust von bis zu 100.000 âŹ. Betroffen: alle GebĂ€ude im Umkreis von ca. 1 km.
Typischer Jahresverbrauch einer 100-MW-Anlage â so viel wie eine Stadt mit bis zu 350.000 Einwohnern. Das wirkt sich direkt auf Preise und VerfĂŒgbarkeit in Geesthacht aus.
Typischer Tagesverbrauch einer 100-MW-Anlage â entspricht dem Verbrauch von 20.000 Personen. Wir haben bereits heute mit niedrigem Wasserdruck zu kĂ€mpfen.
120.000 qm â nahezu vollstĂ€ndig versiegelt. Unser gesamtes Neubaugebiet ist Ă€hnlich groĂ, hat aber eine Kita und ~300 Wohneinheiten. (Quelle: Hamburger Abendblatt/BGZ, 28. Oktober 2025)
Alle Angaben basieren auf Vergleichswerten fĂŒr Rechenzentren mit ca. 100 MW IT-Leistung. Die genauen PlĂ€ne des Investors sind uns nicht bekannt.
Wer ist betroffen?
Die Auswirkungen sind unterschiedlich je nach Entfernung â aber Geesthacht ist als Ganzes betroffen.
KĂŒhlaggregate und Diesel-Notstromgeneratoren können rund um die Uhr laufen. Niederfrequente GerĂ€usche sind kaum zu dĂ€mmen.
Die massiven AbwĂ€rmemengen beeinflussen das Mikroklima â heiĂe Sommer können noch heiĂer werden.
Sicherheitsbeleuchtung auf 120.000 qm, typischerweise die gesamte Nacht. Menschen und Tiere können dauerhaft gestört werden.
Studien zu vergleichbaren Anlagen zeigen Wertverluste von 5â20 % fĂŒr Immobilien in unmittelbarer NĂ€he.
Starker BaulĂ€rm und enormer LKW-Verkehr wĂ€hrend der Bauzeit fĂŒr Lieferungen und Materialien.
3 Mio. Liter Wasserverbrauch pro Tag können die ohnehin angespannte Drucksituation weiter belasten.
876 Mio. kWh zusĂ€tzlicher Jahresverbrauch kann die StromverfĂŒgbarkeit und Preise fĂŒr alle Geesthachter beeinflussen.
Besonders in der neuen Hafencity können Wallboxen durch Lastenmanagement stark eingeschrĂ€nkt werden â weil die nötige KapazitĂ€t fehlt.
Der enorme Wasserverbrauch kann das Geesthachter Netz, das ohnehin unter Druck steht, weiter belasten.
Nur 50â100 ArbeitsplĂ€tze, kaum lokale AuftrĂ€ge, geringe Gewerbesteuer durch Abschreibungen und steuerliche Zerlegung auf mehrere Kommunen.
Wer wir sind
Wir sind keine professionellen Aktivisten. Wir sind Menschen, die in Geesthacht ein Zuhause aufgebaut haben â und die sich informieren, weil wir die Konsequenzen kennen.
Wir sind weder gegen Fortschritt noch gegen Wirtschaft. Aber wir sind dagegen, dass ein GroĂprojekt mit massiven Auswirkungen auf unsere Gesundheit, unsere HĂ€user und unsere LebensqualitĂ€t ohne echte Beteiligung der Bevölkerung entschieden wird.
Wir stellen uns vor