Wir sind Anwohner in Geesthacht und informieren über die konkreten Auswirkungen für unser Viertel – und für die ganze Stadt.
Diese Seite richtet sich an alle Nachbarinnen und Nachbarn, die betroffen sein werden – auch wenn sie es noch nicht wissen.
Was bedeutet das für mich? Auf dem Laufenden bleibenZahlen, die man kennen muss
Ein Hyperscale-Rechenzentrum mit 100 MW IT-Leistung ist keine gewöhnliche Gewerbeanlage. Die Dimensionen sind kaum vorstellbar – und die Folgen für die Nachbarschaft konkret.
Niederfrequente Geräusche der Kühltürme durchdringen Wände und Fenster – rund um die Uhr. TA Lärm erlaubt nachts nur 40 dB(A) im Wohngebiet.
Fast die gesamte erzeugte Wärme wird lokal ausgestoßen – genug, um 150.000 Wohnungen zu heizen. Das Mikroklima im Umfeld verändert sich spürbar.
Bei einem Immobilienwert von 600.000 € entspricht das einem Verlust von rund 100.000 €. Betroffen: alle Gebäude im Umkreis von ca. 1 km.
So viel Strom verbraucht eine Stadt mit bis zu 350.000 Einwohnern. Das wirkt sich direkt auf Preise und Verfügbarkeit in Geesthacht aus.
Entspricht dem Tagesverbrauch von 20.000 Personen. Wir haben bereits heute mit niedrigem Wasserdruck zu kämpfen.
120.000 qm – nahezu vollständig versiegelt. Unser gesamtes Neubaugebiet ist ähnlich groß, hat aber eine Kita und ~300 Wohneinheiten.
Wer ist betroffen?
Die Auswirkungen sind unterschiedlich je nach Entfernung – aber Geesthacht ist als Ganzes betroffen.
Kühlaggregate und Diesel-Notstromgeneratoren laufen 24/7. Niederfrequente Geräusche sind kaum zu dämmen.
Die massiven Abwärmemengen beeinflussen das Mikroklima – heiße Sommer werden heißer.
Sicherheitsbeleuchtung auf 120.000 qm, die gesamte Nacht. Menschen und Tiere werden dauerhaft gestört.
Gutachten zeigen −15 bis −20 % Wertverlust für Immobilien in unmittelbarer Nähe.
Starker Baulärm und enormer LKW-Verkehr während der Bauzeit für Lieferungen und Materialien.
3 Mio. Liter Wasserverbrauch pro Tag verschärfen die bereits angespannte Drucksituation.
876 Mio. kWh zusätzlicher Jahresverbrauch treibt die Preise für alle Geesthachter.
Besonders in der neuen Hafencity werden Wallboxen durch Lastenmanagement stark eingeschränkt – weil die nötige Kapazität fehlt.
Der enorme Wasserverbrauch belastet das Geesthachter Netz, das ohnehin schon unter Druck steht.
Nur 50–100 Arbeitsplätze, kaum lokale Aufträge, minimale Gewerbesteuer durch Abschreibungen und Zerlegung.
Wer wir sind
Wir sind keine professionellen Aktivisten. Wir sind Menschen, die in Geesthacht ein Zuhause aufgebaut haben – und die sich informieren, weil wir die Konsequenzen kennen.
Wir sind weder gegen Fortschritt noch gegen Wirtschaft. Aber wir sind dagegen, dass ein Großprojekt mit massiven Auswirkungen auf unsere Gesundheit, unsere Häuser und unsere Lebensqualität ohne echte Beteiligung der Bevölkerung entschieden wird.
Wir stellen uns vor