Ein Rechenzentrum dieser Größenordnung betrifft uns in verschiedenen Bereichen – von der Gesundheit über Immobilienwerte bis zur Energie- und Wasserversorgung der ganzen Stadt.
Rechenzentren emittieren rund um die Uhr Lärm durch permanente Kühlung (Kühltürme) und regelmäßig durch Notstromaggregate (i.d.R. Dieselgeneratoren). Die dabei entstehenden niederfrequenten, brummenden Geräusche sind besonders problematisch: Sie durchdringen Wände, Türen und Fenster nahezu ungehindert und sind auf weite Strecken spürbar.
Ein 100-MW-Rechenzentrum erzeugt fast 100 MW Abwärme. Der Großteil wird vor Ort in die Umgebungsluft abgegeben. Das entspricht der Heizleistung für rund 150.000 moderne Wohnungen. Im Sommer erhöht sich die Außentemperatur in der direkten Nachbarschaft spürbar – Kühlen wird teurer, schlafen schwieriger.
Rechenzentren gelten als besonders schützenswerte Objekte und sind daher nachts vollständig beleuchtet – auf einer Fläche von 120.000 qm. Lichtempfindliche Menschen können unter Schlafstörungen und Kopfschmerzen leiden. Auch Tiere und Insekten werden dauerhaft beeinträchtigt.
Der Bau eines Rechenzentrums in unmittelbarer Nähe eines Wohngebiets führt nach vorliegenden Einschätzungen zu einer erheblichen Reduzierung des Immobilienwerts.
Die Abwärme des Rechenzentrums führt dazu, dass Anwohner im Sommer mehr Energie für Kühlung aufwenden müssen. Gleichzeitig treibt der enorme Strombedarf (876 Mio. kWh/Jahr) die Preise für alle.
Ein 100-MW-Rechenzentrum verbraucht jährlich 876 Millionen Kilowattstunden – mehr als eine ganze Stadt mit 200.000 bis 350.000 Einwohnern. Dieser Mehrbedarf hat direkte Konsequenzen:
Der Wasserverbrauch eines 100-MW-Rechenzentrums beläuft sich auf 2–3 Millionen Liter pro Tag – das entspricht dem Tagesverbrauch von 20.000 Personen.
Im Neubaugebiet sind weder Erdwärmepumpen noch Brunnen erlaubt, um die Wasserressourcen zu schonen. Wir kämpfen bereits heute mit verhältnismäßig niedrigem Wasserdruck. Ein Rechenzentrum würde diese Situation massiv verschärfen.
Für das geplante Rechenzentrum werden ca. 120.000 qm (12 Hektar) benötigt – nahezu vollständig versiegelt. Das belastet das Abwassersystem erheblich und vernichtet Grünflächen und landwirtschaftliche Flächen unwiederbringlich.